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Otto-Fahr-Schwimmen - Stuttgart, April, 2026

Im Becken mit dem Olympiasieger

Elena Hauser und Bjarne Thoma holen Medaillen beim international besetzten Wettkampf in Stuttgart – sogar der amtierende Olympiasieger über 100m Brust aus Italien ist vor Ort

Am vergangenen Wochenende fand in Stuttgart das internationale Otto-Fahr-Schwimmen statt. Sieben SchwimmerInnen vom VSC Donauwörth hatten die Richtzeiten und somit die Gelegenheit, sich mit der Konkurrenz aus verschiedenen Ländern zu messen – teils mit beachtlichem Erfolg. Besonders beeindruckend war das professionelle Umfeld der Veranstaltung.

Der weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannte, dreitätige Wettkampf in Stuttgart zieht Top-Schwimmer aus vielen Nationen an. Neben den Deutschen Schwimmern waren Athleten und Athletinnen aus Großbritannien, der Schweiz, Belgien und sogar drei Schwimmer des italienischen Nationalteams, darunter Olympiasieger Nicolo Martinenghi und Europameister Alessandro Bori am Start. Für das Team aus Donauwörth unter der sportlichen Leitung von Leonhard Wiedemann und Daniel Pajtas gab es also beeindruckende Konkurrenz.

Ebenfalls außergewöhnlich war die Professionalität der Veranstaltung. So gab es für alle Schwimmer einen Athletenpass und alle Läufe wurden per Live-Stream übertragen. Durch einen Kommentator und die Einblendung von Namen und Zeiten über den jeweiligen Bahnen war der Stream vergleichbar mit einer professionellen TV-Übertragung.  

Jüngster Teilnehmer war Bjarne Thoma (JG 2015). Er feierte sein Debut über die kräftezehrende 1.500m Freistil-Strecke und wurde undankbarer Vierter über 200m Lagen. Über die Rücken-Distanzen (100m, 200m) konnte er sich unter den Top-Ten platzieren und über Freistil auf Rang 10 bzw. 12. Seine Stunde schlug aber über die favorisierten Brust-Strecken. Hier holte er sich die Bronze-Medaille über 200m und jeweils Silber über 50m und 100m.  

Martin Pajtas (JG 2014) stieg nach einer längeren Pause wieder in das Wettkampfgeschehen ein. Somit war nicht mit Bestzeiten zu rechnen. Er sprang insgesamt acht Mal ins Becken und schien zunächst Rang 6 fest gebucht zu haben (200m Lagen und Brust, 100m Rücken und Schmetterling). Mit Rang vier über 200m Rücken konnte er sein bestes Ergebnis verbuchen und war schon wieder nahe an den Podesträngen.

Elena Hauser räumt 9 Medaillen ab

Elena Hauser (JG 2013) trat erneut den Beweis ihrer derzeit überragenden Form an. Erster Paukenschlag war der Sieg über die 400m Lagen in der offenen Wertung. Trotz ihres jungen Alters erreichte sie die beste Zeit aller weiblichen Teilnehmerinnen und konnte sich die erste Goldmedaille umhängen. Es folgten Jahrgangs-Siege über 200m Schmetterling und 200m Lagen. Mit ihrem vierten Platz über 100m Rücken und dem Sieg über 100m Schmetterling konnte sie sich über diese Strecken fürs Finale qualifizieren. Da die Finalläufe kurz hintereinander waren, musste sie taktisch schwimmen und so schonte sie ihre Kräfte im 100m Rücken Finale der Jugend (Platz 8) und fokussierte sich auf das Schmetterling-Finale. In einer neuen Fabel-Zeit von 1:07,52 holte sie hier die Goldmedaille in der Jugend-Wertung. Am letzten Tag folgten noch der Sieg über 400m und 100m Freistil, Platz 12 über 100m Brust und Platz drei über 50m Schmetterling. Beim abschließenden 100m Freistil Finale der Jugend ging es dann unheimlich spannend und knapp zu. Trotz einer neuen Bestzeit von 1:01,90 musste sie einer Konkurrentin um zwei Hundertstel den Vortritt lassen und wurde Zweite.

Moritz Lang holt bayrische Quali-Zeit

Im Jahrgang 2012 vertraten Moritz Lang und Sina Mia Warisch die Fahnen des VSC Donauwörth. Sina Mia hatte sieben Einsätze im Wasser und konnte nicht bei allen Läufen ihr volles Potential abrufen. Dennoch lieferte sie einen sehr soliden Wettkampf ab und holte mit Rang 14 über 100m Rücken ihre beste Platzierung. Auf der 100m Freistil-Strecke konnte sie trotz Langbahn eine neue Bestzeit verbuchen.
Moritz Lang absolvierte acht Starts und konnte dabei mehrere starke Bestzeiten verbuchen. Über die kräftezehrende 200m Schmetterling-Strecke feierte er ein erfolgreiches Debut und konnte sich auf Rang 5 einordnen. Bei den 400m Lagen erreichte er in neuer Bestzeit einen respektablen 25. Platz in der offenen Wertung der Jahrgänge 2013 und älter. Auch auf den übrigen Strecken war er immer unter den Top 12 des Jahrganges zu finden. Über die 100m Freistil konnte er in neuer Bestzeit von 1:03,20 min das lang ersehnte Ticket für die bayerischen Meisterschaften lösen.

Für Ayla Schädlich (JG 2011) lief der Wettkampf nicht optimal. Sie musste der Tatsache Tribut zollen, dass lange 50m Bahn mehr Kräfte erfordert als beim Training auf der kürzeren 25m oder 16m-Bahn geübt werden kann. Dennoch konnte sie über 400m Lagen eine neue Bestzeit verbuchen und einen respektablen Rang 31 in der offenen Wertung einfahren. Bei den anderen Läufen kam sie auf Platzierungen im Bereich zwischen 14 und 28 in der Jahrgangswertung.

Komplettiert wurde das VSC-Team von Sophia Seidemann (JG 2010), die nur am Sonntag am Start war und fünf Läufe absolvierte. Ihr Highlight war eine neue, starke Bestzeit über 100m Freistil (1:10,92 min) und Rang 24. Über 100m Brust kam sie mit Rang sieben in die Top Ten des Jahrgangs. Bei den anderen Strecken fuhr sie Platzierungen im Bereich zwischen 19 und 21 ein.  

Insgesamt zeigte das VSC-Team eine sehr ansprechende Leistung und war beeindruckt von den Profis vom Team Italia, die bei einer ausgiebigen Autogrammstunde für bleibende Erinnerungen an diesen außergewöhnlichen Wettkampf sorgten.

Otto Fahr Schwimmen Stuttgart April2026

Bild:
Team VSC Donauwörth: Bjarne Thoma, Moritz Lang, Elena Hauser, Sina Mia Warisch, Sophia Seidemann (v.l.n.r.)

Foto: Joachim Lang