VSC-Schwimmer auf internationaler Bühne
Elena Hauser holt etliche Silber- und Bronze-Medaillen beim international besetzten Swim Cup Bavaria in Ingolstadt
Am vergangenen Wochenende fand in Ingolstadt der International Swim Cup Bavaria statt. Vier SchwimmerInnen vom VSC Donauwörth schafften die geforderten Richtzeiten und konnten sich mit der starken deutschen und internationalen Konkurrenz messen.

Bild: Team VSC Donauwörth: Moritz Lang, Sophia Seidemann, Sina Mia Warisch, Elena Hauser (v.l.n.r.)
(Foto: Stefanie Lang)
Der weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannte Wettkampf in Ingolstadt zieht Top-Schwimmer aus ganz Deutschland sowie aus vielen europäischen Nationen an. So war z.B. der amtierende Deutsche Meister und Rekordhalter über 50m Schmetterling Luca Nik Armbruster aus Berlin oder der Top-Paralympionike Taliso Engel aus Nürnberg am Start. Insgesamt waren in diesem Jahr Athleten und Athletinnen aus 58 deutschen Vereinen sowie aus Italien, Ungarn, Tschechien, und Rumänien dabei. Für das Team aus Donauwörth glich der Wettkampf also einer kleinen „Europameisterschaft“.
Der Wettkampf fand auf der 50m Langbahn statt. Für die Donauwörther Schwimmer bedeutete dies eine große Umstellung, da das Stadtbad mit 16,6 m hierfür keine optimale Vorbereitung bietet.
Erfolgreichste VSC-Schwimmerin war erneut Elena Hauser (JG2013). Sie trat über insgesamt elf Strecken an und konnte dabei fünf Silber- und drei Bronze-Medaillen erringen. Lediglich Gold blieb ihr an diesem Wochenende verwehrt. Über die 100m Schmetterling zeigte sie gleich ihre starke Form und holte mit nur einer Sekunde Rückstand die Silbermedaille. Über die folgenden 200m Freistil konnte sie die Bronze-Medaille erschwimmen, ebenso über die 200m Rücken. Weiter ging es dann in neuer Bestzeit mit einer Silbermedaille über 50m Schmetterling (32,22 Sek.), gefolgt von einer Bronze-Medaille über 50m Rücken. Da Brust nicht ihre stärkste Lage ist, erreichte sie über die 50m hier nur Rang 10. Bei den 50m Freistil kam sie auf einen guten 5. Rang mit nur vier Hundertstel Abstand zu Gold. Tag zwei startete mit 100m Freistil und einer Silbermedaille in einer neuen Bestzeit von 1:03,43 min. Über 100m Rücken verpasste sie mit Rang 4 nur knapp das Podest. Auf dem Silberrang landete sie über die 200m Lagen. Besonders herausfordernd war die abschließende 200m Schmetterling-Strecke, die alle Kräfte erforderte. Elena schwamm diese Strecke zum ersten Mal in einem Wettkampf und konnte mit 2:45,24 min. eine hervorragende Marke setzen und eine weitere Silbermedaille holen.
Im Jahrgang 2012 vertraten Moritz Lang und Sina Mia Warisch die Fahnen des VSC Donauwörth. Von den Platzierungen gab es hier keine Medaillen-Chancen, da alle Schwimmer ab dem JG2012 in die offene Wertung kommen und somit mit allen älteren Schwimmern zusammen gewertet werden.
Sina Mia trat nur über die 200m Brust-Strecke an. Sie zeigte eine beherzte Leistung, konnte aber wegen der Langbahn keine neue Bestmarke erzielen und landete in der offenen Wertung auf Rang 44.
Für Moritz Lang war der Wettkampf eine Gelegenheit, Quali-Zeiten für die bayerischen Meisterschafen zu knacken. Er konnte über 100m Schmetterling eine neue Langbahn-Bestzeit aufstellen und reihte sich auf Rang 51 ein. Auf der 200m Freistil-Strecke hatte er Wasser in der Schwimmbrille und konnte so keine gute Zeit mehr erreichen. Auf den 200m Rücken lief es wieder besser und mit Rang 22 kam er nahe an die Top 20 heran. Bei den vier 50m-Kurzstrecken gelangen ihm einige neue Bestzeiten. So konnte er die 50m Freistil auf der Langbahn erstmals unter 30 Sek schwimmen (29,99 Sek.). Tag zwei startete mit neuer Langbahn-Bestzeit über 100m Freistil, gefolgt von Rang 41 über 100m Rücken. Auf 200m Lagen konnte er ebenfalls eine Bestzeit verbuchen (Rang 49). Die abschließenden 400m Freistil beendete er in neuer Bestzeit und auf Platz 31. Trotz der gut verbesserten Zeiten fehlte jeweils noch ein Quäntchen zu den angestrebten Qualifikations-Zeiten, aber die Richtung stimmt.
Vierte im Bunde des VSC war Sophia Seidemann (JG2010). Sie trat auf über 100m Brust und 100m Freistil an. Bei den 100m Brust errang sie in einem starken Feld Rang 56. Am zweiten Tag folgten dann noch die 100m Freistil, welche sie trotz Langbahn in neuer Bestzeit (1:13,64 min) und auf Platz 115 abschloss.
Insgesamt zeigten das VSC-Team eine sehr ansprechende Leistung und war beeindruckt vom internationalen Flair der Veranstaltung und von der starken, länderübergreifenden Konkurrenz.



